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kleintierPRAXIS Dr. Daniela STAS & Dr. Annette PAULS (St.Vith)
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Canine Parvovirose

Der Erreger dieser Krankheit, das Canine Parvovirus 2, ist vermutlich durch eine Mutation aus dem Erreger der Katzenseuche, ebenfalls einem Parvovirus, entstanden. Auch wenn beide Viren eng miteinander verwandt sind, so ist das Katzenvirus für Hunde, und umgekehrt, nicht infektiös. Die Erkrankung trat erstmalig Ende der 70er Jahre auf und forderte zunächst viele Opfer. Die Parvoviren sind sehr widerstandsfähig und bleiben Monate bis Jahre außerhalb des Körpers infektionsfähig.

Ansteckung

Parvoviren sind hoch ansteckend und werden in großen Mengen im Kot erkrankter Tiere ausgeschieden. Mit Kot beschmutztes Futter, Gegenstände (Kleidung und Schuhe) und natürlich auch der Boden, sind die Hauptinfektionsquellen. Der Virus wird über die Mund- und Nasenschleimhaut aufgenommen und besiedelt die Dünndarmschleimhaut. Für ihre Vermehrung bevorzugt diese Virusart Gewebe, deren Zellen schnell erneuert werden (Darmschleimhaut, Knochenmarks, Herzmuskel, ...).

Krankheitsverlauf und Symptome

Nach einer Inkubationszeit von wenigen Tagen, treten die typischen Krankheitserscheinungen auf: starker Brechreiz und Durchfall, der zunächst wässrig, später zunehmend blutig ist. Fast immer ist die Erkrankung von hohem Fieber, Apathie und Appetitlosigkeit gekennzeichnet. Durch das massive Erbrechen und den starken Durchfall, kommt es zu einem lebensbedrohlichen Flüssigkeits- und Elektrolytenverlust, der innerhalb kürzester Zeit zum Tode führen kann. Diese Symptome sind die Folgen einer Zerstörung der Darmschleimhaut durch das Virus.

Neben den Darmzellen werden auch im Knochenmark die Zellen, die zur Bildung der weißen Blutkörperchen dienen, befallen. Dies hat zur Folge, dass das Immunsystem stark geschwächt wird und die Tiere anderen Infektionen gegenüber wehrlos werden.

Neben dem typischen Verlauf mit schwerem Brechdurchfall, gibt es noch eine weitere Form der Krankheit, die allerdings selten und nur bei Hunden bis zum Alter von 4 Monaten auftritt. Es handelt sich um eine Herzmuskelentzündung, die zum plötzlichen Tod des Welpen führen kann.

Prophylaxe

Da eine ursächliche Behandlung bei Viruserkrankungen nicht möglich ist, muss im Krankheitsfall alles getan werden, um ein Kreislaufversagen durch Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust zu verhindern. Antibiotika schützen den geschwächten Körper von zusätzlichen bakteriellen Infektionen. Trotz intensiver Therapie verläuft die Infektion mit Parvoviren vor allem bei jungen Hunden häufig tödlich.

Die sicherste Methode, Viruserkrankungen vorzubeugen, ist eine Schutzimpfung!

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