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kleintierPRAXIS Dr. Daniela STAS & Dr. Annette PAULS (St.Vith)

Staupe

Ansteckung

Die Staupe ist eine hoch ansteckende fieberhafte Viruserkrankung. Die Kontamination erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt mit den Ausscheidungen eines erkrankten Tieres (Tränen, Speichel, Urin, ...), da das Virus in der Umwelt nur sehr kurze Zeit überleben kann (Inaktivation durch UV-Strahlen und den pH-Wert des Bodens).

Viele Waldbewohner (Füchse, Marder, Dachse, ...) können Träger des Virus sein, und somit ist auch beim Spaziergang eine Ansteckung möglich.

Die Inkubationszeit (Zeitraum zwischen dem Kontakt mit dem Virus und den ersten Symptomen) beträgt 3-7 Tage.

Symptome

Bei der Staupeerkrankung unterscheidet man vier verschiedene Krankheitsverläufe, die einzeln aber auch in Kombination auftreten können:

Gastrointestinale Form: Erbrechen und schleimig wässriger Durchfall sind häufig die ersten Anzeichen (nicht selten in Begleitung von Symptomen der Atemwege). Durch den heftigen Durchfall kann es sehr schnell zur Dehydratation (Austrocknung) des Patienten kommen.

Respiratorische Form: Eitriger Nasenausfluss, Bindehautentzündung und Atembeschwerden sind oft die ersten Symptome. Der anfangs trockene Husten wird schnell von einem starkem Husten mit eitrigem bis blutigem Ausfluss abgelöst. Es kann zu einer Lungenentzündung kommen.

Neurologische Form: In den meisten Fällen folgen diese Symptome den zwei oben aufgeführten Formen. Es kommt zu Epilepsie, Ticks, Lähmungen, ... Treten solche Anzeichen auf, so ist die Sterbensrate leider sehr hoch.

Hartballenform: Diese sehr seltene Form folgt in der Regel einer Magen-Darmerkrankung. Man beobachtet eine Hyperkeratose im Bereich der Nase und der Zehenballen. Die Hornhaut wird brüchig und rissig.

Prophylaxe

Da diese Erkrankung hoch ansteckend ist und auch tödlich enden kann, ist eine vorsorgende Impfung unerlässlich!

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