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kleintierPRAXIS Dr. Daniela STAS & Dr. Annette PAULS (St.Vith)

Zecken

Es gibt beim Hund drei wichtige Zeckenarten:

  • den Holzbock
  • die braune Hundezecke
  • die Auwaldzecke

Zecken benötigen für ihre Entwicklung drei Wirtstiere. Nach jeder Blutaufnahme lässt sich der Parasit auf den Boden fallen, um sich zu häuten. Dann befällt er den nächsten Wirt. Die letzte Blutmahlzeit nimmt das Weibchen zu sich, bevor es mit der Eiablage beginnt, und anschließend stirbt. Aus diesen Eiern entstehen Larven, dann Nymphen und später erwachsene Zecken. Jedes dieser drei Stadien befällt einen Warmblüter, das sogennante Wirtstier, um dort eine Blutmahlzeit zu sich zu nehmen. Die bevorzugten Wirtstiere (Mäuse, Vögel, Igel, Füchse, Hunde, Katzen, ...) sind von der Zeckenart abhängig.

Der gesamte Entwicklungszyklus kann 2 - 3 Jahre dauern.

Vorkommen

Holzböcke kommen bevorzugt in Wäldern mit dichtem Unterholz und Lichtungen vor. Auwaldzecken findet man häufig in der Nähe von Flüssen. Weitverbreitet sind sie vor allem in Südeuropa. Die Braune Hundezecke kommt in warmen Ländern (Mittelmeerraum) vor und kann sich aufgrund des kälteren Klimas bei uns nur in geheizten Gebäuden vermehren.

Welche weiteren Gefahren bestehen?

Die Gefahr der Übertragung von Krankheiten durch Zecken, ist nicht zu unterschätzen:

  • Lyme-Borreliose
  • Zeckenstichallergie
  • Babesiose
  • Ehrlichiose
  • ...

Auch kann eine massiver Befall zu Blutarmut führen.

Wie kann ich vorbeugen oder behandeln?

Suchen Sie Ihren Hund nach Spaziergängen gründlich ab. Entfernen Sie einzelne Zecken mit einer Zeckenzange unmittelbar nachdem Sie diese entdeckt haben.

Benutzen Sie Halsbänder, Spot-on-Präparate oder Spray, um einen Befall zu verhindern.

Wenden Sie sich an Ihren Tierarzt. Bei ihm bekommen Sie die notwendigen Präparate und auch die Zeckenzange. Effiziente Zeckenbehandlungen sind in der Regel verschreibungspflichtig. Mittel aus Tierhandlungen sind generell nicht wirksam und könnnen Ihrem Haustier sogar schaden!

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