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kleintierPRAXIS Dr. Daniela STAS & Dr. Annette PAULS (St.Vith)

Katzenleukose

Der Begriff "Leukose" ist eigentlich unglücklich gewählt. Eine FeLV-Infektion kann, muss aber nicht, zu Lymphdrüsenkrebs führen. Diese Art Krebs kann aber auch ohne eine FeLV-Infektion auftreten.

Ansteckung

In der Regel steckt die Katze sich direkt bei einer anderen an, da die Viren in den Sekreten der infizierten Tiere ausgeschieden (Speichel, Tränen,...) werden. Eine vertikale Infektion, von der Mutter zu den Welpen, ist möglich.

Auch Sie können die Krankheit, durch Kontakt mit infizierten Ausscheidungen, nach Hause bringen. Diese Gefahr ist jedoch viel geringer, da der Erreger außerhalb der Katze nur kurze Zeit überlebt.

Symptome

Das Virus dringt über die Maul- und Nasenschleimhäute in den Körper ein und vermehrt sich dort sehr schnell. Zuerst werden die Lymphknoten infiziert. Anschließend gelangt der Erreger über das Blut in die verschiedenen Organe, manchmal bis ins Knochenmark.

Durch die Virusvermehrung kann es zu Organschädigungen oder der Bildung von Tumoren kommen. Ist das Knochenmark infiziert, wird die Blutbildung gestört (Blutarmut und Leukämie).

Die Symptome sind sehr weitreichend, und hängen unter anderem von den betroffenen Organen ab: Appetitverlust, Lustlosigkeit, Gewichtsabnahme, Anämie (Blutarmut), Durchfall oder Verstopfung, Gelbsucht, ... .

Leukose-Patienten sind wegen der immunsuppressiven Wirkung des Virus krankheitsanfällig und bedürfen sorgfältiger Beobachtung und sofortiger tierärztlicher Hilfe, sollten sie erkranken.

Bleibt meine Katze ein Leben lang infiziert?

Nach der Infektion gibt es 3 Möglichkeiten:

  1. Rund 60% der Katzen gelingt es den Virus vollständig zu beseitigen. Diese Tiere erkranken nicht.
  2. Bei 25% der infizierten Katzen kommt es der zu der meist tödlich verlaufenden Erkrankung.
  3. Gelegentlich zieht sich das Virus ins Knochenmark zurück und ruht dort manchmal jahrelang (latente Infektion), ohne dass die Katze erkrankt. Da sich kein Virus im Blut befindet, ist der FeLV-Test negativ. Stress oder eine andere Erkrankung können zu einer Reaktivierung führen.

Diagnose

Bei dem Verdacht einer Infektion haben wir die Möglichkeit über eine Blutprobe einen Schnelltest durchzuführen. Leider gibt es Stadien der Krankheit, wo der Virus nicht nachgewiesen werden kann, obwohl er den Patienten infiziert hat.

Prognose

Fällt der FeLV-Test positiv aus, heißt das nicht sofort, dass der Patient bald sterben muss. Eine ansonsten gesunde Katze kann noch Monate oder sogar Jahre leben. Die genaue Lebenserwartung lässt sich aber leider nicht voraussagen.

Dieser Patient kann aber weiterhin Viren ausscheiden und birgt somit eine Gefahr für andere Katzen. Gewisse Maßnahmen sind erforderlich, um die Übertragung auf andere Katzen zu verhindern.

Behandlung

Leider gibt es keine spezifische Therapie, die zu einer Heilung führt. Bestenfalls gelingt ein Zurückdrängen der Krankheit für eine gewisse Zeit. Bestimmte Chemotherapeutika sind bei der Katze anwendbar, die Nebenwirkungen sind aber sehr problematisch.

Vorbeugung

Seit vielen Jahren gibt es wirksame Impfstoffe gegen das FeLV.

Lassen Sie Ihre Katze impfen!

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