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kleintierPRAXIS Dr. Daniela STAS & Dr. Annette PAULS (St.Vith)

Ernährung

Kaninchen

Das Futter von Kaninchen und Meerschweinchen sollte in erster Linie aus grob strukturierter Rohfaser, daher Heu und Gras bestehen. Ihre spezielle Darmflora ist in der Lage, Zellulose aufzuspalten und fast alle essentiellen Nährstoffe daraus herzustellen. Im Blinddarm wird der so genannte "Blinddarmkot" produziert. Dabei handelt es sich um recht weiche, schleimüberzogene Kotbällchen, die von den Nagern direkt am After aufgenommen und geschluckt werden. Durch dieses Verhalten nehmen sie Vitamin B auf, welches lebenswichtig ist.

Oft werden sie vor allem mit industriellem Fertigfutter, in Kombination mit ein wenig Grünfutter und Heu, versorgt. Doch diese Fütterungsmethode ist nicht ideal: der Energieanteil ist meist zu hoch und der Rohfaseranteil zu niedrig. Dies führt dann häufig zu Fettleibigkeit, Verdauungsstörungen, oder einem ungenügenden Abrieb der Backenzähne.

Außerdem kann eine faserarme Ernährung während des Wachstums, durch Störung des Kalzium/Phospor Verhältnisses, überlange Zähne verursachen.

Jedoch ist zu beachten, dass auch ein zu hoher Rohfaseranteil, im Vergleich zu einer zu niedrigen Energiezufuhr, zu Erkrankungen führen kann.

Selbstverständlich sollte jederzeit frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen. Aus hygienischen Gründen sollte es nicht in Schüsseln, sondern in Trinkflaschen angeboten werden.

Jede Futterumstellung muss langsam durchgeführt werden. Verfüttern kann man als Frischfutter: Löwenzahn, Möhrengrün, Salat, Klee, Kohlrabigrün, hartes Brot, Paprika und anderes Gemüse sowie frisches Obst, ...

Fazit: viel Heu und Gras - ausreichend Frischfutter - weniger industrielles Futter.

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