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kleintierPRAXIS Dr. Daniela STAS & Dr. Annette PAULS (St.Vith)

Parasiten

Wie alle Tiere, werden auch unsere kleinen Heimtiere von Endo- und Ektoparasiten befallen. Hier einige Beispiele:

Flöhe: Anzeichen für einen Befall sind starker Juckreiz und die Präsenz von Flohkot im Fell. Selbstverständlich sind Nager, die draußen oder unter einem Dach mit Katz' und Hund leben, stärker gefährdet.

Bitte beachten Sie, dass manche Präparate, wie zum Beispiel Frontline®, für Nager giftig sind und zum Tod des Patienten führen können! Informieren Sie sich bitte beim Tierarzt bevor Sie ein Produkt benutzen!

Milben: Oft ist der Milbenbefall auf bestimmte Körperregionen begrenzt (Ohren, Kopf, ...). Bei schwerem Verlauf kann aber auch der ganze Körper des Patienten befallen sein. Meistens leidet das Tier an starkem Juckreiz, die Haare fallen aus, die Haut ist an den betroffenen Stellen verdickt und schuppig. Auch sind neurologische Symptome möglich: Gleichgewichtsstörungen, Unfähigkeit zu laufen, ...

Pilze: Dermatophytosen sind bei Kaninchen, Meerschweinchen und Co. nicht selten. Der Patient zeigt runde kahle Stellen. Das angrenzende Fell dieser kreisrunden Veränderungen lässt sich sehr leicht herausziehen. Der Befall mit Pilzen ist für andere Tiere, und auch für den Menschen, ansteckend und bedarf einer tierärztlichen Behandlung, sowie einer sehr guten Hygiene, da die Pilzsporen bis zu 180 Tage im Umfeld des Tieres überleben können!

Fliegenmadenbefall: Es ist sehr wichtig, dass Sie als Besitzer die Afterregion Ihres kleinen Freundes regelmäßig, wenn nicht sogar täglich, kontrollieren. Dieser Bereich sollte immer trocken und sauber sein. Wenn dies nicht der Fall ist, könne Fliegen ihre Eier in das beschmutzte Fell legen. Die daraus schlüpfenden Maden bohren sich in die Haut des Patienten und ernähren sich dort vom Fleisch. Hinzu kommt, dass diese Wunden häufig von Bakterien infiziert werden, was zu eitrigen Entzündungen führt.

Kokzidiose: Sie gehört zu den bedeutensten Erkrankungen. Kokzidien sind Einzeller, die ihr leben als Schmarotzer in der Darmschleimhaut und den Gallengängen unserer kleinen Freunde verbringen. Viele Patienten sind latent infiziert, das heisst sie leiden nicht unter dem Parasit, scheiden ihn aber in großen Mengen aus. Kommt es dann zu einer Stresssituation (Fütterungsfehler, Transport, andere Erkrankung, ...) bricht die Kokzidiose aus. Die Tiere leiden an Gewichtsverlust, Durchfall und Blähbauch. Auch sind plötzliche Todesfälle nicht selten. Da viele Tiere den Erreger ausscheiden, ist es wichtig regelmäßige Kotuntersuchungen zu machen.

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